September 23, 2003

Sunday

Nach einer erholsamen Mütze Schlaf nahm ich mir vor noch mal neu zu starten und zu versuchen der Bude bei Tageslicht etwas positive abzugewinnen. Mein Zimmer ist immer noch nicht grösser geworden, 3m x 2,5m. Dazu alles noch in einem Einheitsbeige. Ausserdem habe ich bis auf die Spinne, die ich gestern Abend mit der Bibel erschlagen habe und den nackigen Hühnchenschenke in der Gefriertruhe noch keine Viecher entdeckt.
Das duschen ging auch einigermassen gut, bis auf dass der Duschkopf fest installiert war, man die Temperatur nicht regeln konnte und danach das halbe Bad unter Wasser stand, da der Abfluss nicht funktionierte. Dann ging ich los, Essen jagen und Aberdeen anschauen.

Hllhead besteht aus zig Blöcken, die kleiner und heruntergekommener sind als unsere schönen Platten in Jena. Naja, immerhin schien die Sonne.
Als erstes zog es mich zum Meer. Dabei musst ich eine grosse Wiese überqueren, die sich nach einiger Zeit als Golfplatz herausstellte. Da früh morgens das Grass noch recht nass war, versuchte ich einen Weg durch die schön kurz gemähte Fairways zu finden, die bösen Blicke einiger Golfer auf mich ziehend, als ich in der Schusslinie war. An Bunkern vorbei und den sumpfigen Hindernissen nicht immer erfolgreich ausweichend, kam ich schliesslich zum Meer. Was ein Sound und welch eine schöne Brise. Glücklich und zufrieden stampfte ich an der Promenade entlang. Irgendwann kam ich schliesslich in die Stadt und war froh, dass fast alle Geschäfte in der Innenstadt aufhatten. So bin ich halt ein bissel rumgedackelt und habe versucht die Verkäufer zu verstehen. Obwohl ich eigentlich recht gut Englisch kann, ist es doch was anderes die Einheimischen zu verstehen, aber ich werde es lernen.

Als ich zurückkam, habe ich meinen zweiten Mitbewohner kennengelernt. Nach einem Wort Englisch war mir klar, dass er aus Deutschland kommt. Zu meinem Glück dann noch aus Jena….
Mit schweine Schulterschmerzen (Ich hatte den ganzen Tag den Laptop mit) macht ich mich auf ins Central Building und fand sogleich die Leute von der Versicherung. Dort versicherte ich sogleich meinen Laptop und meine sonstigen Sachen für das ganze Jahr, das hat mich lächerliche 74 GBP gekostet, aber das war es mir wert, so kann ich ruhiger schlafen und muss nicht die ganze Zeit den Laptop mitnehmen.
Dann traf ich Bianca aus Jena, die auch von meiner Fakultät nach Aberdeen gegangen ist. Ein schönes Pint in der Bar haben wir uns dann gegönnt, bevor wir in die Einführungsveranstaltung für alle Freshers/Virgins gegangen sind. Dort wurden wir aufgeklärt ,dass wir nicht in den Zimmer kochen sollen etc, die habe hier richtig Angst vor Feuern.
Abends habe ich dann mit meinem Mitbewohnern cheutsch (chinesich + deutsch)gekocht und bin schliesslich mit June noch mal in den Pub gegangen….

Posted by Felix at September 23, 2003 09:55 PM | TrackBack
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